SpaceDebris

Kunstprojekt "orbital cascade_57-46" (2013):

Schaffung einer Videoarbeit für den international renommierten Berliner Künstler Michael Najjar.

HD video 16:9, Einkanal, stereo, 6.00 min.

„orbital cascade_57–46“ visualisiert die Anzahl defekter Objekte in der Erdumlaufbahn von 1957 bis 2046. Das schließt abgestoßene Raketenstufen, alte Satelliten und zerfallene, erodierte oder kollidierte Einzelteile mit ein. Zurzeit befinden sich ungefähr 600.000 Objekte, die größer als 1 cm sind, im Weltraum, umkreisen die Erde mit einer Geschwindigkeit von rund 28.000 km/h und stellen eine ernstzunehmende Gefahr für Satelliten, Raumstationen und die bemannte Raumfahrt dar. Jedes Kügelchen repräsentiert ein reales Objekt, das im Orbit kreist, angefangen beim allerersten Objekt im All, dem Satelliten Sputnik 1, gestartet im Jahr 1957. 2013 markiert den Beginn eines simulierten zukünftigen Worst-Case-Szenarios, das zwei realistische Kollisionen annimmt, die die Menge des Raumschrotts drastisch vergrößern würde. Diese Kollisionen werden als „Kaskadeneffekt“ bezeichnet.

Das Projekt umfasste die Entwicklung eines Drehbuchs, die Erweiterung einer Visualisierungssoftware und die Erstellung der Animation. Die Software wurde mit Hinsicht auf eine maximal erzielbare Auflösung für raumgreifende Präsentationen erstellt. Die Videoinstallation wurde inzwischen weltweit in Museen, auf Biennalen und Festivals gezeigt.